VERANSTALTUNGSREIHE

Professionalisierung politischer Bildung

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Wir bieten in regelmäßigen Abständen hochwertige Veranstaltungen zur Profession der politischen Erwachsenenbildung an. Hochkarätiger Input trifft hierbei auf engagierte Kolleg*innen und konstruktiven Austausch. 

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Durch die Metakrise Richtung Atopie? Beispiele einer politischen (und künstlerischen) Zukunftsutopie

Die gegenwärtige „Metakrise“ ist nicht hinreichend zu erfassen, wenn sie einfach nur als Dramatisierung und Kulmination der krisenhaften Entwicklungen der letzten Jahrzehnte begriffen wird. Vielmehr bringt sie eine Krise des In-der-Welt-Seins zum Vorschein, die auch unter dem Begriff Anthropozän diskutiert wird. Darunter ist zu verstehen, dass der Mensch seinen angestammten Platz als handelnde Akteur*in auf einer passiven Weltbühne verloren hat. Das erfordert ein anderes Nachdenken über das Kommende: jenseits von utopischen Möglichkeitsfantasien, planbarer Zukunft (Zukunftswerkstätten) usw. Vielleicht ist der Begriff der Utopie durch den Begriff der Atopie zu ersetzen – vielleicht ist ein atopischer Raum zu eröffnen, in dem es um andere politische Bildungen des In-der-Welt-Seins geht – nach der Zukunft.

Dr. Werner Friedrichs arbeitet an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Mit der Hamburger LifeArt-Band JAJAJA hat er sich mit politischen und künstlerischen Zukunftsutopien befasst; unter dem Begriff der „Atopien“ wurden Science Fiction Szenarien entwickelt und in raumgreifenden Inszenierungen, Soundcollagen oder Filmen mit anarchistisch-dadaistischen Einflüssen umgesetzt, welche zwischen Theater, Performance, Installation, Visual & Sound Art oszillieren. Ausschnitte dessen werden im Rahmen dieses Gespräches vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Utopiefähigkeit und lebendige Widersprüche: Skizze einer Politischen Bildung der Uneindeutigkeit

Mehr denn je zuvor gilt es, Demokratie als eine Lebensform zu verstehen, die eine innere Haltung der Auseinandersetzung voraussetzt.  Dies umreißt ein Identitätsverständnis auf sowohl individuelle als auch kollektiver Ebene. In diesem Kontext gilt es sowohl, eigene  Inklusionen und Exklusionen zu thematisieren, als gerade auch  in der Anerkennung des Fremden und in der Fähigkeit Utopien zu entwerfen Bildung zu ermöglichen. Grundlage dazu bildet ein sozialkritischer Bildungsbegriff, der sowohl politische Verhältnisse analysierend in den Blick nimmt als auch handlungspragmatisch auf grundlegende gesellschaftliche Kompetenzen verweist, die auf ein humanes Miteinander zielen.
 
Prof.in Dr.in phil. Kira Nierobisch ist Professorin für die Methoden der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule Mainz. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte  liegen in der Beratung von außerschulischer Bildung. Sie hat sich u.a. auf Fragen zu Identitätsbildungsprozessen spezialisiert und ist Autorin des Fachartikels „Utopiefähigkeit und lebendige Widersprüche –
Skizzen einer kritischen Demokratiebildung“.

Du möchtest dabei sein? Dann melde Dich jetzt unkompliziert bis zum 18. Mai 2022 an. Es wird kein Teilnehmendenbeitrag erhoben.

Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung